Warum die Natur mein Studio ist

Während meiner Shootings und vor allem bei meinen Hochzeitsbesprechungen werde ich immer öfter gefragt, ob ich auch ein Foto-Studio besitze. Mir ist dabei aufgefallen, wie viele Menschen immer noch ein relativ veraltetes Bild von dem Beruf des Fotografen haben: Als erfolgreicher Fotograf muss man ein eigenes Foto-Studio haben. Ich sehe das etwas anders.

Also besitze ich keins?!

Jein! Einerseits nein: Ich habe kein Foto-Studio, wie man es kennt, mit geregelten Öffnungszeiten und Fotohintergründen, die von der Decke baumeln. Das kommt daher, dass ich meine Ausbildung zur Fotografin in einem kleinem Portrait Studio gemacht habe. Dort habe ich immer mehr gemerkt, dass eine immer gleichbleibende Umgebung und täglich identische Arbeitszeiten mich extrem in meiner Kreativität einschränken. So hat das Fotografieren mir einfach keinen Spaß gemacht. Außerdem müssen wir ja auch bedenken, dass ich vor allem bei langen Hochzeitsreportagen und Newborn-Shootings bei euch zu Hause nicht für die Laufkundschaft im Studio wäre. Ohne Studio bin ich einfach viel kreativer, flexibler und an keinen festen Ort gebunden.

Andererseits ja: Ich habe das größte Studio der Welt – Die wunderschöne Natur!

Ich finde, dass die Natur mit der richtigen Perspektive aufgenommen, oftmals noch viel schöner wirkt, als es uns im Alltag meist auffällt. Daher liebe ich es, Portraits in der Natur zu schießen. Mensch und Natur werden hier eins. Gemeinsam machen sie das Foto viel interessanter, als ein Studio-Hintergrund es je könnte. Stellt euch nur einmal ein Brautpaar am Hochzeitstag vor einem grauen Hintergrund vor!

Bei Shootings aller Art ist es unheimlich wichtig, dass meine Kunden sich wohlfühlen.

Nur so entstehen wunderschöne Fotos. Ich habe folgende Erfahrung gemacht: Gerade zu Beginn des Shootings sind die Menschen sehr aufgeregt und fühlen sich extrem beobachtet dadurch, dass sie im Mittelpunkt stehen und um sie herum nichts weiter ist außer große Blitzanlagen. Vor allem, wenn es ihr allererstes Shooting ist.

Das alles erklärt, warum ich der Natur treu bleibe.

Hier können meine Kunden noch mit der Umgebung spielen, während wir gemeinsam warm werden. Folglich entstehen so natürliche Fotos mit knackigen Farben und Kontrasten, die Lebensfreude ausstrahlen. Aber nicht nur meine Kunden profitieren von der Natur, sondern auch meine Kreativität. Gerade beim Location Scouting suche ich gezielt nach passenden Orten und überlege, wie ich wen dort fotografieren könnte.

Long story short: Ich liebe es, Portraitfotos in der Natur zu machen.

 

P.s.: Bei Newborn-Shootings läuft es natürlich ein bisschen anders, da die Kleinen in der Natur schnell frieren würden. In diesem Beitrag erkläre ich meine Vorgehensweise bei Neugeborenen!

 

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